Microsofts Windows-Update-Zyklus im September 2026 markiert einen Doppelrekord – und nicht den guten. Je nach Zählmethode wurden zwischen 964 und 974 Schwachstellen geschlossen: Tenable zählt 964, Automox 973 und Infosecurity Magazine 974 CVEs – die Abweichungen erklären sich durch unterschiedliche Einschlusskriterien bei Drittanbieter-CVEs. Der bisherige Höchstwert vom Juli desselben Jahres, 570 bis 576 CVEs je nach Quelle, wurde damit fast verdoppelt. The Verge nennt den Patchday explizit den größten in der Unternehmensgeschichte.[j][i][h][g]
Doch mit dem Sicherheitsrekord kam ein Regressionsrekord. Das reguläre Update KB5124008 für Windows 11 24H2 und 25H2 brachte drei offiziell von Microsoft bestätigte Bugs: Der Remote Desktop Service fiel aus, USB-Audiogeräte verloren ihre Verbindung, und Linux-VMs unter Hyper-V stürzten ab. Für das RDP-Problem stellte Microsoft immerhin einen temporären Group-Policy-Workaround bereit – für die beiden anderen Fehler zunächst gar keinen.[a]
Das Notfall-Update löst zwei von drei Problemen
Am 15. September 2026 reagierte Microsoft mit dem Out-of-Band-Update KB5129195 für die Builds 26100.9457 und 26200.9457. Es behebt die RDP-Ausfälle und den Hyper-V-Bug – der USB-Audio-Fehler bleibt jedoch nach übereinstimmenden Berichten von ComputerBase und Golem weiterhin offen. Dass manche Medien eine teilweise Behebung melden, lässt sich am ehesten damit erklären, dass es sich um mehrere separate USB-Audio-Unterprobleme handeln könnte, von denen nur eines gefixt wurde – eine offizielle Bestätigung Microsofts steht dazu jedoch aus.[b][d][f]





